Die Anleger interessieren sich wieder für Sicherheit

Die Anleger interessieren sich wieder für Sicherheit

Die Anleger interessieren sich wieder für Sicherheit

Im Zuge der Finanzkrise und insbesondere seit der Pleite des amerikanischen Bankhauses Lehman Brothers steht die Sicherheit der Geldanlage bei den Anlegern wieder im Fokus. Vor 2008 wollten die Anleger eine hohe Rendite um jeden Preis erreichen und interessierten sich für sehr komplexe Produkte – egal ob für diese eine Einlagensicherung besteht oder nicht. Nunmehr ist allerdings Sicherheit Trumpf. Dennoch müssen Sie als Anleger nicht auf Ertrag und Rendite verzichten, wenn Sie ein bisschen vergleichen.

Spareinlagen mit mehrfacher Einlagensicherung nutzen
Wenn Sie Ihr Geld auf einem Sparbuch, einem Festgeldkonto oder einem Tagesgeldkonto auf Ihren eigenen Namen anlegen und keine Fonds-Gesellschaft dazwischengeschaltet ist, dann gilt die Einlagensicherung. Denn dann kaufen Sie kein Wertpapier, sondern sind Kunde bei einer Bank, dessen Einlage als Kundengeld in die Bilanz der Bank übernommen wird. Im schlimmsten Fall der Fälle – einer Schieflage bei der Bank – springen Einlagensicherungsfonds zur Seite und haften bis 50.000 bzw. 100.000 Euro pro Kunden! So können Sie bei einem Internetvergleich hohe Zinsen bei einer Bank im Inland suchen und dann dort ein Konto eröffnen. Die Mehr-Zinsen, die Sie verglichen mit einem Sparbuch erhalten, bedeuten also kein höheres Risiko!

Bei Aktien eher auf Großunternehmen setzen
Die Finanzkrise setzt insbesondere Unternehmen zu, die keine breite Aufstellung hinsichtlich der Regionen oder auch Produkte aufweisen. Diese sind sehr risikoanfällig hinsichtlich einem eventuell möglichen Umsatzeinbruch in einzelnen Ländern. Dies lässt sich vermeiden, wenn Sie als Privatanleger entweder in einen international investierenden Aktienfonds investieren oder aber auf die Weltmarktführer setzen. Ob Sie dafür den englischsprachigen Begriff des “Blue Chip” verwenden oder sich eher an den großen Indizes orientieren ist dabei zweitrangig. Es zählt die Marktführer in den verschiedenen Segmenten zu suchen und zu finden und dann strategisch geschickt diese Aktien zu kaufen.
Wenn Sie also in Deutschland in die Unternehmen des Deutschen Aktienindizes (DAX) investieren, dann ist das Risiko wesentlich geringer als bei kleineren Unternehmen.

Klarheit verschafft Sicherheit
Ein dritter Tipp ist, dass der Anleger oder Investor auf alle Fälle das Produkt verstehen sollte, in das er sein schwer verdientes Geld investiert. Wenn der Bankberater ein Produkt nicht in fünf Minuten verständlich erklären kann, dann handelt es sich meist um eine so komplexe und verschachtelte Konstruktion, dass auch entsprechende Gebühren anfallen und die Rendite schmälern. Zudem sind solche Produkte wesentlich risikobehafteter als klar definierte Sparprodukte oder Aktienfonds. Deshalb sollten Sie über die ersten beiden Tipps in Bezug auf Investmentmöglichkeiten nachdenken und diesen dritten Tipp als gutgemeinten Rat oder Warnhinweis verinnerlichen.

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